Kreuzbund in der Diözese Regensburg e. V.
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"Mein Schein ist weg!"
15 Jahre Führerscheingruppe des Kreuzbundes in Regensburg
scheingruppe des Kreuzbundes Regensburg
Eineinhalb Jahrzehnte gibt es nun die Führerschein-Gruppe des Kreuzbundes in Regensburg. Entstanden ist sie aus der regelmäßigen allgemeinen Selbsthilfegruppe heraus. Immer mehr Teilnehmer kamen und hatten neben ihrem schwierigen Umgang mit Suchtmitteln ein weiteres großes Problem: Der Führerschein ist weg! Die meisten behaupteten, sie hätten kein Problem im Umgang mit Alkohol - auch wenn sie mit über zwei Promille aufgefallen waren. Viele hatten auch Fragen, wie eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) abläuft: "Was muss ich dabei tun? Wann kann ich mich anmelden? Welche Bescheinigungen brauche ich?"
So entschieden die ehrenamtlichen Mitglieder des Regensburger Kreuzbundes im Jahr 1996, eine Selbsthilfegruppe Führerschein zu gründen. Bernd K. (Name geändert) war von Anfang an dabei. „Unsere Idee war, dass wir über den Führerschein-Erwerb an die Suchtprobleme der Leute heran kommen. Dass wir an den Abenden ganz überwiegend über Alkoholprobleme sprechen, über ihre Ursachen und wie man damit umgeht, ist für die Teilnehmer nicht überraschend und wird akzeptiert“, berichtet Bernd. Die Führerscheinstellen in Stadt und Landkreis Regensburg unterstützten die Idee. Die fachliche und räumliche Anbindung an die Caritas Fachambulanz für Suchtprobleme in Regensburg schuf eine weitere gute Startbedingung für die neue Gruppe.
Regelmäßig kommen nun rund 15 Teilnehmer zum Gruppenabend, und es kommen nicht nur Männer. Die Arbeit von Bernd K. wird heute von einigen erfolgreichen ehemaligen Teilnehmern unterstützt. Sie kommen regelmäßig zum Gruppenabend und berichten, wie sie ihren Führerschein wieder bekommen und behalten haben.
„Meine Erfahrung ist ganz klar: Eine positive MPU kann man nicht durch Bestätigungen über einen Gruppenbesuch bekommen. Man muss tatsächlich aktiv werden und sein bisheriges Verhalten und seine Einstellungen in Frage stellen“, sagt Bernd. Und er fährt fort: „Und das geht in der Gemeinschaft Gleichgesinnter einfach leichter und man kann besser an sich arbeiten. Die Erkenntnis, nicht alleine mit meinem Problem zu sein, erleichtert und man wird bereit, offen die Erfahrungen auszutauschen.“
Die Caritas Suchthilfe gratuliert ganz herzlich zu diesem schönen Jubiläum!
